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Buchenbach
Tradition seit 1934

Von den Anfängen bis heute

Der Chor im Wandel der Zeit

Historische Chorbilder dokumentieren Sänger, Dirigenten und die Entwicklung des Männerchors Buchenbach über mehrere Generationen.

1925–2026

Menschen, Stimmen, Gemeinschaft

Historische Chorbilder und ausgewählte Ereignisse aus der Vereinsgeschichte erzählen von musikalischen Aufbrüchen, Jubiläen, Dirigentenwechseln und gelebter Kameradschaft.

Quelle: Vereinschronik: "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder…! – 75 Jahre Männergesangverein Edelweiß Buchenbach 1934–2009" von Dieter Wissler

1925

Die Vorgeschichte

Sängerrunde „Fidelitas“

Wilhelm Schuler, Oskar Schuler, Max Faller und Franz Faller gründeten 1925 die lose Gesangsgruppe „Fidelitas“. Aus der kleinen Runde entwickelte sich bald eine Gemeinschaft von rund 18 Sängern.

Geprobt wurde zunächst in Privathäusern und auf Bauernhöfen, später im Nebenzimmer des Gasthauses Adler. Adlerwirt Theodor Blas leitete die Gruppe und erarbeitete mit ihr ein Repertoire von etwa 25 Liedern.

1934

Vereinsgründung

Gründung des MGV Edelweiß

Im August 1934 wurde aus der Sängerrunde ein offizieller Verein. 24 Sänger gehörten zu den Gründungsmitgliedern. Josef Klausmann wurde erster Vorstand, Theodor Blas zweiter Vorstand und zugleich Chorleiter.

Ab 1936 übernahm Musiklehrer Maier aus Freiburg die musikalische Leitung. Mangels Klavier wurden Melodien bei den Proben auf Trompete oder Klarinette vorgespielt.

Gründungsmitglieder und erster Vorstand

Gründungsmitglieder im August 1934:

  • Theodor Blas
  • Karl Isele
  • Wilhelm Schuler
  • Albert Ernst
  • Wilhelm Kienzler
  • Stefan Schwär
  • Alfred Ernst
  • Heinrich Klausmann
  • August Steinhart
  • Wilhelm Ernst
  • Josef Klausmann
  • Josef Steinhart
  • Max Faller
  • Adolf Löffler
  • Karl Steinhart
  • Wilhelm Faller
  • Albert Pfister
  • Adolf Wörnert
  • Stefan Gremmelspacher
  • Julius Ruh
  • Friedrich Zipfel
  • Adolf Heilbock
  • Adolf Saier
  • Hermann Zipfel

Erster Vorstand:

  • 1. Vorstand: Josef Klausmann
  • 2. Vorstand: Theodor Blas
  • Schriftführer: Heinrich Klausmann
  • Rechner: Albert Ernst
  • Sangwart: August Steinhart
1939

Unterbrechung

Kriegsbedingter Stillstand

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Vereinsarbeit jäh unterbrochen. Nach Kriegsende war das Vereinsleben durch die französische Militärregierung zunächst verboten.

1946–48

Neubeginn

Wiedergründung

Bereits 1946 kamen auf Initiative von Josef Klausmann und Theodor Blas alte und junge Sänger wieder zusammen. Am 10. Juni 1948 wurde die Neugründung offiziell genehmigt; die Gründungsversammlung fand am 12. September 1948 im Gasthaus Adler statt.

Oberlehrer Josef Faller wurde neuer Chorleiter. Unter seiner Leitung entwickelte sich der Verein zu einem angesehenen Männerchor, der auch außerhalb Buchenbachs bei Festen und Freundschaftssingen auftrat.

1951–58

Aufbaujahre

Aufbaujahre & Reisen

1951 führte der Verein die Verleihung von „Sängergläsern“ für besonders fleißigen Probenbesuch ein. 1953 folgte die erste Theateraufführung im Gasthaus Adler.

1954 unternahm der MGV seinen ersten zweitägigen Vereinsausflug nach Telfs und Innsbruck und gab erstmals ein Konzert für die Patienten des Sanatoriums Wiesneck.

1957 wurden Sängermützen und ein Notenschrank angeschafft. Ab 1958 war der MGV Mitglied im Badischen Sängerbund und damit zugleich im Deutschen Sängerbund.

1959
Männergesangverein Edelweiss Buchenbach beim 25-jährigen Stiftungsfest 1959

25 Jahre und Fahnenweihe

25 Jahre und Fahnenweihe

Vom 22. bis 24. August 1959 feierte der MGV sein 25-jähriges Bestehen in einem großen Festzelt. Vereine, Gastchöre und Musikkapellen aus der ganzen Region gestalteten das Festprogramm.

Höhepunkt war die Weihe der neuen Vereinsfahne durch Pfarrer Eugen Hirt. Mehr als 20 Gesangvereine und mehrere Musikkapellen beteiligten sich am Festzug durch das geschmückte Dorf.

Namen der abgebildeten Sänger

Vordere Reihe von links: Fritz Fehrenbach, Heinrich Klausmann, Otto Löffler, Dirigent Josef Faller, Albert Ernst, Stefan Gremmelspacher, Josef Eckmann, Friedrich Zipfel.

Mittlere Reihe: Leo Butz, Leo Faller, Helmut Schmälzle, Pius Hug, Max Neumann, Fritz Blas, Adolf Löffler, Max Mäder, Arthur Faller, Josef Faller, Oskar Ernst, Gottfried Fischer, Alfred Roth.

Hintere Reihe: Hubert Molz, Josef Ganz, Erich Zähringer, Willi Frank, Bruno Schlegel, Albert Schuler, Karl Ganz, Manfred Hilberer, Paul Ruf, Karl Karau, Karl Hättich.

1961–68

Musikalische Entwicklung

Waldfest & Höllental-Lied

1961 übernahm Fritz Fehrenbach den Vorsitz; Albert Ernst wurde 1962 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ebenfalls 1961 fand das erste Gartenfest auf dem Schulhof statt.

1964 kamen einheitliche, mit Edelweiß bestickte Krawatten hinzu. 1966 erwarb der Verein sein erstes Klavier, das zu einem großen Teil durch Spenden finanziert wurde.

1967 richteten MGV und Musikverein am Hitzenhof einen gemeinsamen Festplatz ein und veranstalteten dort das erste Waldfest. 1968 wurde dem Chor das von Karl Schnetz geschaffene „Höllental-Lied“ gewidmet.

1972
Männerchor Buchenbach 1972

Generationenwechsel

Ein junger Chor wächst

Im Oktober 1971 übergab Ehrendirigent Josef Faller nach fast 25 Jahren den Taktstock an seinen Sohn Berthold Faller.

Der Wechsel führte zu einer deutlichen Verjüngung: Von 25 aktiven Mitgliedern im Jahr 1971 wuchs der Chor innerhalb eines Jahres auf 38 Sänger. Neben traditionellem Liedgut wurden zunehmend moderne Kompositionen einstudiert.

Namen der abgebildeten Sänger

Vordere Reihe von links: Arthur Faller, Heinrich Klausmann, Albert Ernst, Ehrendirigent Josef Faller, Fritz Fehrenbach, Dirigent Berthold Faller, Philipp Bartberger, Otto Löffler, Adolf Löffler.

Mittlere Reihe: Felix Willmann, Karl Hättich, Günther Fritz, Helmut Stiegeler, Karlheinz Lamprecht, Dietmar Bartberger, Helmut Schmälzle, Norbert Kunz, Peter Faller, Martin Schuler, Adolf Mäder, Dieter Wissler, Josef Faller, Ewald Stiegeler, Hans-Peter Bartberger, Gerhard Löffler.

Hintere Reihe: Gottfried Fischer, Wilfried Sänger, Bruno Schlegel, Oskar Ernst, Hermann Rombach, Karl Schnetz, Peter Schuler, Max Mäder, Erich Treffeisen. Nicht auf dem Bild: Bernhard Ketterer.

1975–79

Neue Heimat

Vereinsregister & Halle

1975 feierte der MGV sein 40-jähriges Bestehen in der Ibentalhalle. 1976 renovierten Sänger in ihrer Freizeit die Kapelle auf dem Kreuzberg.

Am 3. August 1978 wurde der MGV in das Vereinsregister eingetragen. Im selben Jahr wirkte er an der Uraufführung des „Geistlichen Konzerts Nr. 12 Zukunft und Hoffnung“ in Freiburg mit und veranstaltete sein erstes Herbstkonzert unter dem Motto „Jagen ist die höchste Lust“.

1979 wurde die neue Sommerberghalle eingeweiht. Sie schuf die Grundlage für eine intensivere kulturelle Arbeit des Vereins; zugleich erhielt der MGV die Anerkennung als gemeinnütziger Verein.

1984
Männerchor Buchenbach im Jubiläumsjahr 1984

50 Jahre Männerchor

50-jähriges Jubiläum

Vom 27. bis 30. Juli 1984 stand Buchenbach ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Beim Festbankett traten die Sänger erstmals in ihrer neuen einheitlichen Vereinskleidung auf.

Der große Festumzug am Sonntag umfasste 40 Gruppen, darunter 25 auswärtige Gesangvereine, vier Musikkapellen, Spielmannszüge, Festwagen, Pferdekutschen und Festreiter. Freundschaftssingen, Festgottesdienst, Konzerte und ein volkstümlicher Abend machten das Jubiläum zu einem Höhepunkt der Vereinsgeschichte.

Namen der abgebildeten Sänger

Vordere Reihe von links: Lothar Schweizer, Josef Faller, Otmar Saier, Alfred Roth, Karlheinz Lamprecht, Dirigent Berthold Faller, Fritz Fehrenbach, Arthur Faller, Gottfried Stiegeler, Max Mäder, Erich Treffeisen.

2. Reihe: Dr. Mikhail Heck, Otto Löffler II, Hermann Rombach, Adolf Löffler, Peter Faller, Peter Schuler, Karl Schnetz, Anton Keller, Philipp Bartberger, Otto Löffler I.

3. Reihe: Dieter Wissler, Helmut Kemper, Rudolf Morath, Martin Schuler, Norbert Kunz, Hans Stehle, Siegfried Dold, Ewald Stiegeler, Adolf Mäder, Willi Furtner, Helmut Stiegeler.

4. Reihe: Oskar Ernst, Herbert Meng, Wilfried Sänger, Felix Willmann, Wolfgang Reichmann, Heinz Nedele, Helmut Schmälzle, Helmut Faller, Bernhard Ketterer, Bruno Schlegel, Heinrich Klausmann, Karl Hättich. Nicht auf dem Bild: Günther Neumann.

1987–90

Tradition und Zukunft

Herbstkonzerte & Probenraum

1987 feierte der MGV zehn Jahre Herbstkonzerte. Im selben Jahr wurde die fast dreißig Jahre alte Vereinsfahne restauriert.

Nach der Aufstockung der Sommerberghalle wurde am 20. Mai 1990 der neue gemeinsame Probenraum der kulturellen Vereine eingeweiht. Die Sänger richteten die Einbauschränke für das umfangreiche Notenmaterial selbst ein.

1991

Wechsel an der Spitze

Neues Vorstandsteam

Nach 30 Jahren als erster Vorsitzender kandidierte Fritz Fehrenbach nicht mehr. Siegfried Dold übernahm die Vereinsführung, Hermann Rombach wurde Rechner. Fritz Fehrenbach wurde Ehrenvorstand und für seine Verdienste mit der Ehrenmedaille der Gemeinde ausgezeichnet.

1994
Männerchor Buchenbach 1994

60 Jahre MGV

60-jähriges Jubiläum

Am 13. und 14. Mai 1994 feierte der Verein seinen 60. Geburtstag in der Sommerberghalle. Beim Festbankett wirkten zahlreiche Buchenbacher Kulturvereine sowie der MGV St. Märgen mit.

Gründungs- und Ehrenmitglied Adolf Löffler wurde für 60 Jahre aktives Singen geehrt. Am zweiten Festtag gestalteten Chöre aus dem gesamten Dreisamtal ein großes Jubiläumskonzert.

Namen der abgebildeten Sänger

Vordere Reihe von links: Helmut Stiegeler, Albert Müller, Bruno Schlegel, Gottfried Buchmüller, Wilfried Sänger, Wolfgang Reichmann, Hermann Rombach, Lothar Schweizer, Siegfried Dold, Dirigent Berthold Faller, Fritz Fehrenbach, Felix Willmann.

2. Reihe: Günther Neumann, Willi Furtner, Herbert Meng, Dieter Wissler, Wolfgang Schuler, Christian Löffler, Hermann Zähringer, Peter Faller, Martin Schuler, Bernhard Ketterer, Karlheinz Lamprecht, Adolf Löffler, Adolf Mäder, Karl Hättich, Ewald Stiegeler, Anton Keller.

3. Reihe: Karl Schnetz jun., Helmut Faller, Karl Schnetz sen., Erich Treffeisen, Oskar Ernst, Helmut Schmälzle, Peter Schuler, Richard Sobek, Frank Böhme, Dr. Mikhail Heck, Josef Walch, Heinz Nedele.

4. Reihe: Alfred Roth, Josef Faller, Max Mäder.

1997–98

Schwerer Verlust und Neubeginn

Albert Müller übernimmt

1997 verstarb der erste Vorsitzende Siegfried Dold unerwartet. Der Verein würdigte seinen Einsatz für Chor und Gemeinschaft mit einer musikalisch gestalteten Trauerfeier.

1998 wurde Albert Müller einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Im selben Jahr beteiligte sich der Chor an einem Benefizkonzert zugunsten der Klinik für Tumorbiologie.

2002

Dirigentenwechsel

Dieter Agricola als Chorleiter

Nach dem Tod des langjährigen Dirigenten Berthold Faller im Juli 2002 leitete Helmut Schmieder den Chor übergangsweise. Im Oktober wurde Dieter Agricola als neuer Chorleiter verpflichtet.

Das Herbstkonzert 2002 wurde erstmals als bestuhltes Konzert ohne Bewirtung während des musikalischen Teils durchgeführt und fand großen Anklang.

2009
Männerchor Buchenbach beim 75-jährigen Jubiläum 2009 vor der Brautkapelle

75 Jahre Männerchor

75-jähriges Jubiläum

2009 beging der MGV sein 75-jähriges Bestehen als Festjahr mit mehreren Veranstaltungen. Höhepunkt war das Festwochenende am 11. und 12. September in der Sommerberghalle.

Das Jubiläum stand zugleich für die Vielfalt des Vereinslebens: Konzerte, kirchliche Auftritte, Freundschaftssingen, Theater, Ausflüge, Sängerhocks, Fastnacht und die Pflege der Kameradschaft.

Namen der abgebildeten Sänger

Vordere Reihe von links: Arthur Faller, Dieter Wissler, Hermann Rombach, Albert Müller, Dieter Agricola, Lothar Schweizer, Helmut Stiegeler, Karl Schnetz, Willy Furtner.

Mittlere Reihe: Helmut Faller, Peter Faller, Herbert Meng, Bernhard Ketterer, Oskar Ernst, Peter Schuler, Josef Walch, Hermann Zähringer, Christian Schweizer, Marcus Wissler, Heinz Nedele, Ewald Stiegeler.

Hintere Reihe: Michael Benz, Wolfgang Reichmann, Martin Schlegel, Richard Sobek, Frank Böhme, Helmut Schmälzle, Anton Keller, Adolf Mäder, Erich Treffeisen, Felix Willmann, Otmar Saier, Florian Döll, Gottfried Buchmüller.

2017
Chorbild 2017

Chorbild

Chorbild 2017

Namensliste anzeigen

Vordere Reihe (von links):
Hermann Rombach, Lothar Schweizer, Albert Müller, Thomas Wehrle, Bernhard Hug, Richard Sobek, Dr. Gudrun Fydrich, Marcus Wissler, Adolf Mäder, Tobias Kern

Mittlere Reihe:
Felix Willmann, Bernhard Löffler, Dieter Wissler, Frank Böhme, Hermann Zähringer, Helmut Stiegeler, Arthur Faller, Rudi Schmidt, Erich Treffeisen, Willi Furtner

Hintere Reihe:
Martin Schlegel, Christian Schweizer, Ewald Stiegeler, Bernhard Ketterer, Karl Schnetz, Michl Blaut

2026